Das Dieselfantasy Rollenspiel

Geschichte der Goldeisernen Welt

Dieser Text ist ein gekürzter Auszug aus dem Grundregelwerk.

 

Vor langer Zeit / der Anfang der Drachen
Die naturverbundenen Nymphen und ihre Geschwister, die finsterne Draugr halten das Gleichgewicht von Gut und Böse auf der Welt. Eines Tages begehen die Draugr den unverzeilichen Frevel und erschaffen die unsterblichen Drachen, welche Tod und Zerstörung über die Welt bringen. Das Gleichgewicht ist zerstört. Der Krieg gegen die Draugr dauert Jahrtausende. Er endet für einen hohen Preis: die Nymphen opfern ihre Fähigkeit, Nachkommen zu zeugen – und verdammen die Draugr zum gleichen Schicksal. Diejenigen Nymphen und Draugr, die jetzt noch auf der Welt leben, werden die letzten sein. Mit ihrem Tod stirbt ihr Volk aus.

 

Die Wiege der Zivilisation (1. – 3. Jahrhundert)
Die Völker der Welt erheben sich aus der Asche der Drachenkriege und setzen das Jahr 0 auf den Tod der Drachenmutter fest. Nach dem Ende des gemeinsamen Feindes versuchen die Elfen die noch jungen Menschen zu Frieden zu erziehen – und versagen. Die Menschen von Terra starten Kriege untereinander, mit den Elfen und mit den Zwergen. Feindschaften zwischen den Völkern entstehen.

Auf Novia sind die Orks, Goblinge und Trolle noch immer unter dem Joch der Drachen.  Auf Sukatar beginnt der Kampf gegen die geflohenen Drachen gerade erst.

 

Kulturschaffende Zeit und Trollkriege (5. – 9. Jahrhundert)
Die Völker der Welt verbreiten sich in Terra und Sukatar. Während Novia isoliert bleibt, herrscht bereits erster Handel zwischen den Völkern Terras und Sukatars.
Währenddessen erobert der orkische Khan den Kontinent von Novia. Er versklavt die Goblinge und stößt auf den Widerstand der Trolle. Die Trollkriege beginnen und enden in der Herrschaft der Orks über den Norden Novias. Zu Ehren der Sieger werden riesige Tempel und Burgen errichtet.

 

Erster Kontakt (1350)
Seefahrer der Orks entdecken im Westen neues Land. Es ist Terra.  Sie wittern reiche Beute und kehren zurück. Unwissend bringen sie die Arkane Pest mit heim, sodass das Reich des Khans geschwächt wird und nicht direkt angreifen kann.

 

Die erste Orkinvasion (1373)
Im Sommer erreichen die Kriegsschiffe des Khans die Küste Terras, völlig ohne Vorwarnung. Die Invasion der fremdartigen Orks, Trolle und Goblinge erschüttert das Imperium. Städte werden vernichtet, Millionen sterben. Die gesamte Ostküste wird orkisches Besatzungsgebiet. Die Grenze zum Imperium verläuft durch den Rotblätterwald, entlang des Mittensees, über Mittenberg und Eisengebirge bis in die Marschen.

 

Ende des Großkönigreichs der Zwerge (1356)
Ein Hinterhalt im Rotblätterwald kostet den Großkönig der Zwerge und seinen Sohn das Leben. Die Nachfolge ist unklar. Das Zwergenreich spaltet sich in die Markgrafschaft Rhogram und das Zarentum Rakov.

 

Das finstere Mittelalter (1333 – 1419)
Über siebzig Jahre führen die Menschen, Elfen, Zwerge und Halblinge gegen die Orks, Trolle und Goblinge Krieg. Mit Magie und Schwert gelingt es jedoch nicht die Feinde zu besiegen. Auch wenn der Widerstand anhält, die Orks sehen sich als Sieger. Mehrere Drachenangriffe fallen ebenfalls in diese Zeit.

 

Die Erfindung des Schießpulvers / Blutkriege (1440-1444)
Es ist der Erfindungsreichtum der rhogramer Zwerge, der ihnen den entscheidenen Vorteil beschert: das Schießpulver lässt die letzten Schlachten für die Orks blutig enden. Sie werden auf Novia daher auch Blutkriege genannt. Die Nachkommen des Khans ziehen sich in ihre Burgen und Schlösser zurück.

 

Die Dampfmaschine (1512)
Die Dampfmaschine wird erfunden. Die Industrialisierung Terras beginnt. Vor allem das Commonwealth und Rhogram leisten Pionierarbeit.

 

Ende der Sklaverei (1515)
Die Dampfmaschine löst nach und nach die Sklavenarbeiter ab. Geregelte Löhne und Freiheit für Sklaven sind die Folge.

 

Der große Eisenbahnbau (1560)
Die Bewohner Rhograms haben nie mehr Reichtum und Macht besessen, als zu Beginn der Dampfkraft. Sämtliche Geräte, Fabriken und Maschinen verlassen sich auf Dampf. In ihrem Größenwahn beginnen sie mit ihrem wohl ehrgeizigsten Projekt. Das Mittengebirge wird in alle Himmelsrichtungen untertunnelt und überbrückt, damit das zwergische Großreich möglichst schnell alle Länder erreichen kann. Hierzu entwickelt man die Dampflokomotive. Die Zwerge sind derart euphorisch, dass sie die Lokomotive zu ihrem Wappen machen.

 

Zeitalter der Industrialisierung (1565-1765)
Das Goldene Zeitalter der Maschinen. Diese zweihundert Jahre sind das Zeitalter von Dampfkesseln und Zahnrädern. Der Bau unterirdischer Festungen, oder überirdischer Planstädte. Die Technologie entwickelt sich auch mithilfe von Magie sehr viel weiter.

 

Titankriege (1766 – 1770)
Das Arianische Reich entwickelt den Titanen, eine haushohe Maschine in Menschenform. Angetrieben von Stahl, Dampf und Magie. Mit einer Armee von lediglich zehn Titanen erobert es weite Teile Terras. Die sogenannten Titankriege verwüsten den halben Kontinent. Bis heute stehen Mahnmale in allen Großstädten. Viele Tunnel und große Gebäude Terras stürzen ein.

 

Der Beginn der Luftfahrt (1770) & Wiederaufbau des Imperiums (1771)
Mit den ersten Heißluftballons gelingt es, das Arianische Reich zurückzuschlagen. Man entschließt sich letztlich auf den Ruinen der Titankriege zu bauen, statt alles abzutragen. Bis heute existieren daher viele Katakomben und Abschnitte im ganzen Imperium, Rhogram, dem Arianischen Reich und Lhut, die seit hundert  Jahren niemand betreten hat.

 

Das erste Luftschiff (1772)
Mithilfe von Ingenieuren aus Lhut, Rhogram und Avalon gelingt es, das erste Luftschiff vom Mittensee in den Himmel zu heben. Die Erfindung verändert die Welt.

 

Der Abbau des ersten Goldrubins (1810)
Das magische Erz, das ganze Städte zum Fliegen bringen kann, wird zum ersten Mal abgebaut, ohne seine Eigenschaften zu zerstören. Die hölzernen Luftschiffe der Welt teilen sich nun den Luftraum mit stählernen Kriegsschiffen und fliegenden Festungen.
Diese Entwicklung treibt den Städtebau in die Vertikale und ermöglicht dem Imperium seine Macht eindrucksvoll zu demonstrieren: dank fliegender Baukräne und von Magie gestützten Türmen, wachsen Thronstadts Wolkenkratzer in die Höhe. Es entsteht das gigantischste Architekturprojekt der Welt.

 

Erfindung des Schreibtelegrafen (1835)
Rhogram führt zur Kommunikation mit den Eisenbahnen den Telegrafen ein.

 

Entwicklung des Dieselmotors (1860)
Das Zeitalter der Dampfmaschine neigt sich dem Ende zu. Der Dieselmotor ist nach wenigen Jahren serienreif. Automobile revolutionieren die Großstädte. Auch wenn vielerorts noch mit Dampfmaschinen und Kutschen gearbeitet wird, vor allem in den traditionellen Staaten, gelten Thronstadt und Neu-Rothburg als Zentren der Dieselrevolution.

 

Propellermaschinen (1864)
Die ersten Propeller werden an Zeppelinen und Luftschiffen angebracht. Lhut beginnt mit der Entwicklung von Flugzeugen.

 

Erfindung des Telefons (1878)
In Iveria wird das Telefon entwickelt und vorgestellt. Die Erfindung braucht eine Weile um die Skepsis in Terra zu überwinden, verbreitet sich dann aber rasend.

 

Kampf zwischen Drachen (1899)
Im Gebirge von Shangri‘La wird ein Kampf zwischen zwei alten Drachen beobachtet.

 

Das neue Jahrhundert (1910)
Das Automobil erobert die Straßen vollends.

 

Erster Motorisierter Flug über die Scherbeninseln (1919)
Die „Belladonna“ überquert als erstes Flugzeug die Route von Trifas nach Neu Rothburg ohne Zwischenlandung.

 

Der große Krieg (1919- ?)
Das Arianische Reich beginnt einen Territorialkrieg mit dem Zarenreich. Er wird sich ausweiten – sehr viel weiter.

 

Heute (1926)
Die Nowjetunion und Iveria streiten um die Grenzen im Goldgräberterritorium. Die Börse wackelt unter den Belastungen der alltäglichen Konflikte. In Lhut experimentieren sie weiterhin mit Elektrizität, während man munkelt, anderswo würden bereits mächtige Bomben gebaut.